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Hochschulpakt

Hochschulpakt 2020

Um den Bedarf an akademischer Ausbildung zu sichern, haben Bund und Länder im Dezember 2006 den Hochschulpakt I geschlossen, im Zuge dessen der Bund ab dem Wintersemester 2007/2008 stufenweise rund 565 Mio. Euro bereitgestellt hat, um bis 2010 bundesweit 90.000 neue Studienplätze in grundständigen Studiengängen schaffen zu können. Die Kofinanzierung oblag den Ländern. Nachdem für 2011 bis 2015 bundesweit 275.000 Studienberechtigte erwartet wurden, ist in der Wissenschaftspolitik der Weg für die Fortführung des Hochschulpaktes bereitet worden. Für diese zweite Programmphase, inklusive deren Ausfinanzierung, hat der Bund zunächst  über 5 Mrd. Euro vorgesehen.

Für Niedersachsen wurde seinerzeit durch den doppelten Abiturjahrgang der Höhepunkt erwartbarer Studienberechtigter für 2011 prognostiziert. Während bis 2010 gegenüber dem Studienjahr 2005 ein sukzessiver Anstieg um etwa 11.200 zusätzliche Studienanfängerinnen und -anfängerplätze angestrebt wurde, mussten in Niedersachsen allein 2011 rd. 7.500 zusätzliche Anfängerplätze geschaffen werden. Berücksichtigt wurde dabei auch die für 2011 infolge der Aussetzung von Wehr- und Ersatzpflicht zusätzlich erwartete Nachfrage qualifizierter Studieninteressierter nach Studienplätzen.  

Aufgrund neuerlicher Prognosen der Kultusministerkonferenz ist der Zuwachs an Studienberechtigten in der Hochschulpolitik wieder ein aktuelles Thema. So wird rückläufige Tendenz an Studienanfängerinnen und -anfängern in Niedersachsen deutlich geringer ausfallen als 2009 prognostizert; vielmehr wird sich die Zahl der Anfängerinnen und Anfänger in den Jahren 2014 bis 2019 mindestens auf dem Niveau von 2013 halten. Zum Wintersemester 2013/2014 wären danach niedersachsenweit rd. 3.440 Studienplätze zusätzlich zu den bereits geplanten 6.170 Plätzen an Universitäten und Hochschulen neu zu schaffen; 2014/2015 wären dies ingesamt 9.508 statt 5.870 und 2015/2016 werden 4.140 mehr als in 2009 noch geplant zu schaffen sein, was einer Steigerung von gut 70% gegenüber dem ursprünglichen Plansoll entspricht. Über die zusätzliche Finanzierung haben sich Bund und Länder grundsätzlich verständigt.

Die Universität Osnabrück hat zum Wintersemester 2011/2012 zusätzlich 522, zum Wintersemester 2012/2013 zusätzlich 434 Studienanfängerplätze bereitgestellt, die gesamtuniversitär betrachtet zu 97% bzw. 94% ausgeschöpft wurden. Zum kommenden Wintersemester ist geplant 446 Studieanfängerplätze zusätzlich bereitzustellen.

Bund und Länder haben sich 2011 mit der Programmlinie "Qualitätspakt Lehre" auf die Erweiterung des Hochschulpaktes II verständigt. Zur Umsetzung dieser Programmlinie stellt der Bund bis 2020 rd. 2 Mrd. Euro zur Verfügung. Der auf Niedersachsen entfallende Anteil der Gesamtförderung beläuft sich auf 8,25%.

Die Universität Osnabrück war in der ersten Antragsrunde des Bund-Länder-Programms erfolgreich: Sie widmet sich als Koordinatorin des Verbundprojektes "eCompetence und Utilities for Learners and Teachers" (eCULT) zusammen mit zehn weiteren niedersächsichen Hochschulen und zwei weiteren Verbundpartnern dem Austausch und der Verbesserung von Kompetenzen im Einsatz von digitalen Lehr- und Lerntechnologien widmen. Gefördert wird das auf 5 Jahre angelegte Projekt mit insgesamt 5,45 Millionen Euro.

letzte Änderung: 19-Apr-2013
geändert durch: bibruegg
verantwortlich für den Inhalt: Pressestelle

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Hochschulpakt 2020 - Bund und Länder


Hochschulpakt 2020 - Land Niedersachsen und niedersächsische Hochschulen


Hochschulpkat 2020 - Programm zur Verbesserung der Studienbedingungen und für mehr Qualität in der Lehre